Zurzeit wird das hölzerne Chorgestühl aus dem 18. Jahrhundert im Dom San Giorgio von Ragusa Ibla restauriert, der zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.
Es ist ein Werk der namhaften Kunsttischler und Bildhauer Gebr. Laganà aus Militello (Catania), die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im östlichen Sizilien tätig waren und wertvolle Kunstwerke schufen.
Der Dom San Giorgio ist Ausgangspunkt für einen Rundgang durch das barocke Modica-Noto-Ibla. Das Chorgestühl in der Altarapsis gehört zu einem der bedeutendsten Kunstwerke dieser bezaubernden Kirche.
Die Restaurierungsarbeiten sind aufgrund des schlechten Erhaltungszustands des Chorgestühls sehr schwierig.
Die gesamte Oberfläche ist von einer Schicht aus Harz und Kerzenwachs bedeckt, die die darunter liegenden Farben verdeckt. Deutlich ist zu erkennen, wie die Struktur nachgegeben hat, wodurch die Kniebänke der oberen Reihen stark nach vorne geneigt sind.
Das Chorgestühl bestand ursprünglich aus 32 Chorstühlen, jedoch wurde es im 19. Jahrhundert um 12 Stühle erweitert, die vor den beiden ersten Reihen angebracht wurden, da sich die Anzahl der Chorherren erhöht hatte, wodurch ein dreireihiges Chorgestühl entstand.
Während den Restaurierungsarbeiten wurde dieser Anbau offenkundig. Ferner konnte das tatsächliche Aussehen der ursprünglichen Struktur festgestellt werden, die in der Mitte mit einer Treppe versehen war.
Die im Pfarrarchiv wiedergefundenen Dokumente bestätigten die Annahme von Prof. Teodoro Auricchio, der zu den bekanntesten Experten auf diesem Gebiet gehört und Leiter des Teams von 18 Restauratoren ist, das mit den Arbeiten betraut wurde.
Um einen Erfolg dieser Arbeiten sicherzustellen, beteiligten sich wichtige Unternehmen des Sektors (Bosch Italia Spa, Coral Spa, 3M, Fervi), die geeignete Gerätschaften für die Durchführung dieser bedeutenden und in der Öffentlichkeit stattfindenden Restaurierungsarbeiten zur Verfügung stellten.
Von entscheidender Bedeutung war die Beteiligung der technischen Mitarbeiter von Coral Spa, die eine Anlage zur kontrollierten Absaugung und Filterung des Staubs und der Bearbeitungsrückstände bereit stellte, um die wertvolle Kunststätte zu schützen und es den Restauratoren gleichzeitig zu ermöglichen, ungestört und sicher zu arbeiten.
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